Montag, 28. Mai 2012

Weshalb Millionengehälter für Manager richtig sind

Immer wieder wird es kritisiert, wenn Manager 10 Mio. und mehr verdienen.

Na und? Sollen sie doch. Die Unternehmen sind es doch schließlich, die ihnen das bezahlen. Ihre Entscheidung.

Wenn jemand Aktien eines Unternehmens hat und möchte, dass die Manager weniger verdienen, kann er dafür einen Antrag stellen, so dass alle Eigentümer darüber abstimmen - bei Aktiengesellschaften sind das z. B. die Aktionäre in der Hauptversammlung.

Es gibt Manager, die gehen, wenn sie viel weniger verdienen. Bitte. Sollen Sie.

Es besteht dann die Gefahr, dass man einen neuen Chef kriegt, der zwar weniger verdient, der aber auch schlechter ist, weil er weniger Erfahrung oder Fachwissen hat. Die guten Leute gehen dann woanders hin, so dass man nur noch Chefs 2. Klasse hat.

Wenn die Aktionäre darüber abgestimmt haben und die Mehrheit dafür gestimmt hat, ist das aber ihr Problem. Dann zahlt das Unternehmen zwar den Managern zwar weniger Gehalt, dafür sind sie aber vielleicht auch schlechter.
Aber: selber Schuld. Sie haben ja darüber abgestimmt.

Ich halte es aber für völlig falsch, wenn der Staat vorschreiben will, wie viel Manager verdienen. Das ist die Sache der Unternehmen. Sonst gehen die guten Leute in die USA und wir dürfen dann nehmen, was übrig bleibt.

Dabei halte ich 17 Mio., die VW-Chef Martin Winterkorn letztes Jahr verdient hat, für zu viel, weil es doch ein Haufen Geld ist und das Unternehmen dadurch ja weniger Gewinn macht - Geld, das sonst für anderes ausgegeben werden könnte oder die Aktionäre kriegen könnten.
Aber dennoch: es ist die Sache des Unternehmens und der Eigentümer, also der Aktionäre, nicht unsere und auch nicht die des Staates. Wenn ich VW-Aktien hätte, würde ich vorschlagen, dass er weniger kriegt, aber wenn ich keine Mehrheit kriegen würde, dann muss ich das akzeptieren.