Montag, 22. April 2013

Weshalb die Datendrossel der Telekom teilweise richtig ist

Die Entscheidung der Telekom, ab einem bestimmten Datenvolumen eine Datendrossel einzuführen, halte ich teilweise für richtig.

Nutzer mit exzessiver Datennutzung verursachen hohe Kosten, denn ein hohes Datenvolumen aller Nutzer macht einen größeren Netzausbau erforderlich. Diese Kosten sollten von denen getragen werden, die sie verursachen, nicht von der gesamten Nutzerschaft. Das ist einfach nur fair und gerecht. Langfristig gehe ich davon aus, dass alle weiteren Provider nachziehen.
Die Telekom sollte aber auf keinen Fall ihre eigenen Video- oder Musikdienste wie das Entertain-Paket gegenüber denen anderer Anbieter bevorzugen. Das wäre ein elementarer Verstoß gegen die Netzneutralität und IMHO wettbewerbs- und damit rechtswidrig.

Soweit jetzt schon durch die Kooperation mit Spotify im Mobilfunk diese Daten nicht angerechnet werden, sollte diese Praxis unterbunden werden. Eine Wettbewerbswidrigkeit kann ich darin aber (leider) nicht erkennen, weil ja die anderen Musikanbieter ähnliche Kooperationen schließen können (wenn die Telekom das mitmacht).
Nur bei einer Bevorzugung von eigenen Diensten könnte das rechtlich kritisch sein, da es als eine Quersubventionierung der eigenen Dienste angesehen werden kann.